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Januar 2021

Verführerische Geschmäcke. Das ganze Jahr über.

Entdecken Sie die Geheimnisse dieses önogastronomischen Paradieses

Dieses Jahr erkunden wir die Genussregion Vipava-Tal mit extra viel Eifer. Slowenien ist zur Europäischen Gastronomieregion 2021 erklärt worden. Diese hohe Auszeichnung für Nachhaltigkeit in Gastronomie, in deren Rahmen Slowenien durch die Zusammenführung von Landwirtschaft und Tourismus Gästen nachhaltig angebautes Essen anbietet und welche an das nationale kulinarische Erbe anknüpft, ist die perfekte Gelegenheit, um die Geschmackspracht des Vipava-Tals und der grenzfreien Goriška-Region zu erkunden. Slowenien als Genussregion und ihre einzigartigen Geschichten werden seit neuem auf dem Portal Taste Slovenia vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk des Portals liegt zudem auf verführerischen Geschmäcken, profilierten Küchenchefs und Winzern, sowie den besten Restaurants im Land. Entdecken Sie die Geheimnisse der Geschmäcke aus dem Paradiestal.

Der Jota-Eintopf – der Promi in der lokalen Kulinarik

Im Vipava-Tal findet man kaum ein zweites Gericht, das die einzelnen Geschmacksnuancen der jeweiligen Jahreszeit so gut wie der Jota zusammenfasst. Dieser deftige Eintopf kann zu Hause mit wenig Mühe nachgekocht werden. Der Trick liegt in den auserwählten Zutaten, die mit großer Sorgfalt lokal angebaut werden – einige sogar extra für diesen speziellen Eintopf. Das gilt besonders für die mit Abstand beliebteste Jota-Version, die mit auf Trestern gegorenen Rüben (repa tropinka) zubereitet wird. Die frühsten Zutaten für diese deftige Speise, nämlich Kartoffeln und Knoblauch, werden Anfang Frühling gepflanzt und die Bohnen kommen etwas später an die Reihe. Zeitgleich nimmt langsam in einem eher unerwarteten Platz – im Weinberg – ein anderer Teil des Geschmacksgeheimnisses des Jota-Eintopfs Gestalt an. Die Trester, die nach dem Auspressen der Trauben übrigbleiben, werden im Herbst sorgfältig gelagert, wo sie darauf abwarten, dass die im Spätsommer gesäten Rüben heranreifen. Die besten und gesündesten Rüben, die in den Weintrestern fermentiert werden, nehmen im Laufe des Vorgangs eine einzigartige Farbe und ein unverkennbares Aroma an, die dem Jota-Eintopf später sein charakteristisches und geheimnisvollstes Flair verleihen. Einen weiteren Geschmacksakzent setzt der Lorbeer, der das ganze Jahr über auf den Gärten duftet. Für den letzten und stärksten Akzent muss man das Winter-Schlachtfest abwarten. Egal ob Frischwurst oder noch lieber leicht getrocknete Wurst, entweder ein ordentliches Stück Trocken- oder Räucherfleisch – Fleisch gibt dem Jota „Kraft“, wie man hierzulande so schön sagt, wenn die Gemüseminestrone mit Fleisch verfeinert sein will. Die vier Jahreszeiten verschmelzen in diesem Gericht in ein perfekt harmonierendes Ganzes, von dem man einfach nie genug bekommen kann. Womöglich ist der Jota genau deshalb eine jener regionalen Speisen, die das ganze Jahr aus den lokalen Töpfen duften.

Der feinherbe Radicchio von Gorica, ein kostbares Gemüse

Unter allen Gemüsearten, die in diesem Paradiestal gedeihen, ist der Radicchio von Gorica („sukénski régut“) wahrhaftig ein Sonderling. Diese einzigartige Sorte wurde im Laufe der Jahre direkt an der heutigen Grenze zu Italien durch sorgfältige Selektion gezüchtet. Radicchio ist mittlerweile zum unverkennbaren kulinarischen Symbol der Grenzfreiheit und der Verflechtung von Kultur und Wirtschaft zwischen Gorizia in Italien und dem slowenischen Binnenland, das diese Stadt einst mit frischem Gemüse versorgte, geworden. Dieses skurrile Gartengemüse, das im tiefsten Winter Hochgenuss und ein Hauch von Glamour auf den Tisch zaubert, erfreut sich großer Beliebtheit. Bewunderung und Respekt verdient sich das Gemüse aufgrund des Knowhows, Hingabe und Liebe, die in diesen rosenartigen Köpfen stecken. Der Radicchio von Gorica wächst im Sommer draußen auf den Feldern und wird im Spätherbst samt Wurzeln ausgegraben und in lichtlose, warme Räume gestellt, wo sich die typischen knackigen Köpfe entwickeln. Vor dem Verkauf wird das Gemüse sorgfältig geschält und gereinigt, denn der markante Look ist sein Markenzeichen. Dieses auffällige Gemüse ist wohlschmeckend und gesund, weshalb es in den Wintermonaten ein Fixstern auf den Tellern renommierter lokaler Küchenchefs und lokaler Gasthöfe ist. Der kostbare Radicchio findet den Weg auch zu den Foodies in anderen Teilen Sloweniens und in benachbartem Italien.

Vom Garten auf den Tisch

In dem Paradiesgarten, wie man schon vor Jahrhunderten das Tal benannt hat, gedeiht hochwertiges Feld- und Gartengemüse und reift das beste Obst heran. Fast jedes Haus hat einen Gemüsegarten. Das milde mediterrane Klima verhilft dazu, dass auf den Feldern und in den Gärten das ganze Jahr über Essbares wächst. Auch wenn der Winter die Zähne zeigt, gibt es immer noch Radicchio und die immergrünen Kräuter. Für gute Zutaten müssen die Menschen daher nicht weit, denn vieles ist jederzeit zur Hand. So entwickelte sich im Vipava-Tal und der Goriška-Region die Esskultur nach dem Motto „vom Garten auf den Tisch“ und bildet heute einen wichtigen Teil der lokalen Identität. Urige Speisen sind meist saisonal, was die lokale Küche angenehm abwechslungsreich macht. Man braucht nicht besonders zu betonen, dass lokal angebautes Essen wegen der kurzen Lieferrouten auch gesünder und wohlschmeckender ist. Zur gesunden Ernährung gehören auch traditionelle Anbaumethoden, bei denen man auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet und man sich nach den Naturgesetzlichkeiten richtet. Nachhaltig und lokal angebaute Zutaten sind die Grundpfeiler der alltäglichen Ernährung hierzulande. Sie werden viel von anerkannten Chefs in ihren raffinierten Kochkreationen eingesetzt sowie von den Bauerngasthöfen und lokalen Gaststätten mit lokalen Spezialitäten, damit Sie als Gast die ganze Geschmacksvielfalt schmecken können. Natürlich dabei: ein Glas guten Weins aus der Region, der mit traditionellen Methoden angebaut ist, so wie auch viele andere Köstlichkeiten. Lassen Sie sich auf eine verführerische Genusstour durch das Vipava-Tal und die grenzfreie Goriška-Region entführen. Das ganze Jahr über.