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Oktober 2020

Herbstliche Erkundungstouren

Entdecken Sie die Besonderheiten und den Charme des Vipava-Tals

Die frühherbstlichen Tage, vor allem jene, die noch von der Sonne verwöhnt sind, sind wie geschaffen für lässige Ausflüge und Abstecher. Die Landschaft verändert ihre Farben von einem Tag auf den nächsten und schafft eine herrliche Kulisse für tolle Herbstfotos. Währenddessen bleibt alles andere unverändert: die Rad- und Wanderwege sind nach wie vor einladend und Feinschmecker-Gelegenheiten gibt es in Hülle und Fülle. Erkunden Sie gerne weniger bekannte Orte? Sind Sie ein Fan von lokalen Besonderheiten und ungewöhnlichen Geschichten? Bei uns können Sie Ihre Wanderlust stillen. Das Vipava-Tal und Nova Gorica sind ein Paradies für andersartige Erlebnisse.

Geschichten aus einer einzigartigen Konurbation

Nova Gorica, die jüngste slowenische Stadt, entstand direkt an der Grenze zu Italien nach dem Zweiten Weltkrieg, als die neue Staatsgrenze das „alte“ Gorica (heute Gorizia in Italien) von seinem natürlichen Umland lebensfremd abgeschnitten hat. Die zwei Städte – Gorica in Slowenien und Gorizia in Italien – sind heute nach turbulenten Jahrzehnten der Trennung in eine Stadt mit zwei Sprachen und zwei Kulturen verschmilzt. Diese einzigartige Konurbation lädt zur Entdeckung allerlei lokaler Geschichten ein. Man kann direkt auf dem Europa-Platz (Trg Evrope) anfangen; diesen gemeinsamen Platz teilen sich die zwei Städte nämlich. Dominiert wird er von dem hundertjährigen Bahnhofsgebäude, das zeitgleich mit der berühmten Wocheiner Bahn errichtet wurde. Im Kolodvor-Museum gibt es eine Ausstellung über die schicksalhafte Trennung der Städte und Staaten durch die Grenze. Vor dem Hintergrund der Grenzschließung aufgrund der Covid-19-Situation scheint diese wieder relevanter geworden zu sein. Die Museumssammlung Pristava beherbergt die Ausstellung „Geschwärzt! Schmuggel in der Goriška-Region“, die das Leben an der Grenze von einer anderen Perspektive zeigt.

Beim Besuch von Nova Gorica muss man sich genug Zeit nehmen, um sich das Franziskanerkloster Kostanjevica und die Gruft der Bourbonen, in welcher die letzten im Exil gestorbenen Mitglieder dieses französischen Adelsgeschlechts begraben sind, anzusehen. Ältere Geschichten erfährt man während der geführten Besichtigungen des Klosters und der Škrabec-Bibliothek. Draußen im Klostergarten gibt es eine weitere Sehenswürdigkeit: eine der größten Sammlungen von Bourbon-Rosen auf der Welt. Nach der Rückkehr in die Gegenwart können Sie den modernen Vibe der Stadt auf dem Bevk-Platz in einer trendigen urbanen Bar verspüren. Den Stadtrundgang von Nova Gorica beendet man am besten mit einer Geschmacksreise in einem der Spitzenrestaurants.

Reiches Vermächtnis aus Jahrtausenden

Ungefähr inmitten des Vipava-Tals lädt von einem Hügel Vipavski Križ zum Bummel ein. Dieses mittelalterliche Städtchen samt Burg war am Anfang des 16. Jahrhunderts die kleinste Stadt mit Marktrechten im Habsburgerreich. Ein Spaziergang durch die engen Gassen und eine Verschnaufpause am Stadtplatz mit einem Glas lokalen Wein sind an sich ein spezielles Erlebnis. Mehr über die lokale Geschichte erfährt man von dem lokalen Fremdenführer im Rahmen des Besuchs des Kapuzinerklosters, in dem zahlreiche Kunstwerke aufbewahrt werden und wo sich eine kostbare Bibliothek mit geschichtsträchtigen Büchern und etlichen Inkunabeln befindet.

Wenn Sie etwas östlicher reisen, sollten Sie unbedingt Rast in Ajdovščina machen, das auf den Fundamenten einer bedeutenden römischen Militärfestung entstand. Entdecken Sie das Erbe der Römer: begeben Sie sich entlang des längsten Römerwalls Sloweniens und zwischen den renovierten Türmen der Festung sowie vorbei an den unlängst entdeckten Fundamenten wichtiger römischer Gebäude. Bereits vor Jahrhunderten siedelten sich auf dem Ufer des reißenden Hubelj-Flusses in Ajdovščina frühe Industriebetriebe an, daher sollte man beim Besuch der malerischen Quelle des Hubeljs die faszinierenden Überreste der Eisenhütten nicht verpassen. Das Industrieerbe inspirierte auch den slowenischen Maler Veno Pilon, der in Ajdovščina geboren wurde. Die umfassende Sammlung seiner Bilder, Grafiken und Fotos ist in der Pilon-Galerie zur Schau gestellt, in der regelmäßig prominente Ausstellungen organisiert werden ...

Vipava-Fluss: seine Quellen und Brücken

Ganz andersartige Geschichten kann man im geschichtsträchtigen Vipava mitbekommen, das seine Besucher mit der deltaförmigen Quelle des gleichnamigen Flusses, den zahlreichen hübschen Brücken und Burgen begeistert. Ein attraktives Bauwerk ist das renovierte Lanthieri-Schloss auf dem Hauptplatz. Man kann es mit einem Fremdenführer besichtigen und eventuell mit einem Rundgang des sich im selben Gebäude befindenden Weinbaumuseums kombinieren. Für mehr Informationen und um geführte Touren durch die Region zu buchen, steht im Lanthieri-Schloss der Infopunkt des TIC Vipava zur Verfügung. Die Weinbauregion Vipava hat seit jeher wohlhabende Adelige angelockt, welche in dieser Gegend anschließend ihre Burgen errichten ließen. Zu den prächtigsten Exemplaren gehört Zemono, unweit von Vipava, in dem heute eines der besten Feinschmecker-Restaurants im Land zu finden ist.

Während der Erkundungstour dieser malerischen Weinbauregion ist ein Zwischenstopp im Dorf Goče ein absolutes Muss. Regionaltypisch sind die Häuser in diesem Dorf, das zu den ältesten im Vipava-Tal zählt, um die Kirche herum gebaut. Darüber hinaus ist das Dorf für seine zahlreichen Weinkeller berühmt; man sagt, dass es einst sogar mehr Weinkeller als Häuser gab! In Goče und den umliegenden Dörfern, insbesondere Slap pri Vipavi, kann man seine herbstliche Entdeckungstour in den Weinkellern abschließen und sich dabei von den lokalen Winzern durch die Verkostung lokaler Weine führen lassen. Gibt es einen besseren Weg, als mit lokalen Leckerbissen die Geschichten von seiner Entdeckungsreise abzurunden?