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Klöster

Die Wächter des Erbes

Durch die Jahrhunderte bewahrten die Klöster mit ihrer Hingabe, dem umfassenden Wissen und besonderer Sorgfalt einen unschätzbaren Teil des kulturhistorischen Erbes des Vipava-Tals.

Das Kapuzinerkloster in Vipavski Križ

Das Kloster wurde im Jahr 1637 neben der Burg Vipavski Križ im gleichnamigen mittelalterlichen Dorf von den Grafen Attems erbaut. Seither leben und wohnen die Kapuziner in diesem Kloster fast ununterbrochen und haben in Vipavski Križ beeindruckende Spuren hinterlassen haben. Das Kloster ist berühmt für seine kostbare Bibliothek, in der 25.000 Bücher ‒ darunter 2000 zwischen den Jahren 1510 und 1800 gedruckte Bücher ‒ aufbewahrt werden. Das kostbarste Werk ist ein handschriftlicher Codex, ein Gebetsbuch aus dem 15. Jahrhundert, das in gotischen Minuskeln geschrieben und mit aufwändigen Illuminationen und Initialen verziert ist. In der Bibliothek werden neben vielen anderen Schätzen auch fünf Bücher des heiligen Handbuchs Sacrum promptiuarium des Kapuzinermönchs und berühmten mittelalterlichen Predigers Janez Svetokriški aufbewahrt. Im Kloster und der Kirche sind zahlreiche Kunstwerke zu bewundern. Ein exklusives Schmuckstück ist das große Barockbild „Ruhm der Heiligen Dreifaltigkeit“, das im Jahr 1668 vom Kapuzinermönch Oswald gemalt wurde und eines der größten und schönsten Leinwandbilder in Slowenien darstellt. Ein Besuch der umfassenden Bibliothek und der Kunstwerke ist nach vorheriger Anmeldung möglich.

Informationen und geführte Besichtigungen
Tourismusinformationszentrum Ajdovščina und www.vipavskikriz.si

Das Franziskanerkloster Kostanjevica in Nova Gorica

Auf dem malerischen Hügel Kostanjevica bei Nova Gorica ließ der Graf Matija Thurn neben der bestehenden Kapelle ein kleines Kloster erbauen, das er im Jahr 1649 zusammen mit der Kirche an die Karmelitermönche übergab. Die Karmeliter ließen das Kloster später umfangreich erweitern. Im Jahr 1811 wurde Kostanjevica in die Obhut der Franziskaner übergeben, die das Kloster noch heute verwalten. Im Ersten Weltkrieg wurden Kirche und Kloster stark beschädigt und ein großer Teil der kostbaren Kunstsammlung wurde zerstört. Einige besonders wertvolle Bilder konnten gerettet werden und schmücken heute das Kloster.

Die Gruft der Bourbonen, in welcher die letzten Mitglieder dieses französischen Adelsgeschlechts begraben sind, ist von außerordentlicher kulturhistorischer Bedeutung für Kostanjevica. Der abgesetzte französische König Karl X. aus dem Hause Bourbon suchte im Jahr 1836 mit seiner Familie Zuflucht in Gorica (Gorizia), wo er bald darauf starb. In der Gruft unter dem Altar der Klosterkirche wurden in den Steinsarkophagen außer seiner Frau, die in Graz ihre letzte Ruhe fand, alle der letzten Familienangehörigen dieser Dynastie beigesetzt.

Zu den größten Schätzen des Klosters gehört die Škrabec-Bibliothek, die nach Pater Stanislav Škrabec benannt wurde, dem größten slowenischen Sprachwissenschaftler, der mehr als 40 Jahre lang in Kostanjevica lebte. Die Sammlung entstand, als die umfangreiche Bibliothek aus Sveta Gora, die kostbare Drucke aus dem 16. und späteren Jahrhunderten umfasste, nach Kostanjevica umgesiedelt wurde. Heute werden hier etwa 10.000 Bücher und 30 Erstdrucke (Inkunabeln) aufbewahrt, von denen der älteste auf das Jahr 1476 datiert. Eine der bedeutendsten Kostbarkeiten der Bibliothek ist das Buch über die slowenische Grammatik von Adam Bohorič, das in Lateinisch verfasste Arcticae horulae succisivae (Winterstunden, 1584), dem eine Widmung des Autors noch zusätzlichen Wert verleiht. Im Jahr 1952 wurde die Bibliothek mit ihren kostbaren Büchern als Kulturdenkmal geschützt.

Seit 2004 bietet das Kloster im ehemaligen Garten eine weitere Sehenswürdigkeit: eine Sammlung von Bourbon-Rosen, eine der weltweit vollständigsten und größten Bourbon-Rosensammlungen.

Informationen
Tourismusinformationszentrum Nova Gorica und www.samostan-kostanjevica.si

Das Franziskanerkloster auf dem Berg Sveta Gora

Der berühmte Wallfahrtsort Sveta Gora ist eng mit den Franziskanern verbunden, die von diesem Ort mehrmals vertrieben wurden, aber immer wieder zurückkehrten. Die Wallfahrtskirche wurde den Franziskanern erstmals im Jahr 1565 zur Verwaltung übergeben. 1786 mussten sie die Pilgerstätte jedoch aufgrund der Reformen von Kaiser Joseph II. aufgeben. Der Wallfahrtsbetrieb wurde zwar bald wieder aufgenommen, aber die Franziskaner kehrten erst 1901 auf den Berg Sveta Gora zurück. Durch ihren Verdienst genoss die Pilgerstätte bald großes Ansehen, aber diese Blütezeit wurde schon kurz darauf vom Ersten Weltkrieg unterbrochen, weil die Wallfahrtskirche bis auf die Grundmauern zerstörte wurde und die Franziskanermönche ins Asyl vertrieben wurden. Seit der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, als zunächst italienische Franziskaner in das wieder aufgebaute Kloster einzogen, ist das Franziskanerkloster auf dem Berg Sveta Gora das Herzstück dieses so beliebten Wallfahrtsortes. Im Kloster befindet sich heute das Marienmuseum, eine faszinierende Sammlung religiöser Gegenstände, die die turbulente Geschichte dieser Pilgerstätte erzählen.

Informationen
Tourismusinformationszentrum Nova Gorica und www.svetagora.si

Das Lazaristenkloster auf der Burg Miren

Auf einem Hügel beim Dorf Miren, der nach der ehemaligen Burg Miren benannt wurde, befindet sich neben der Mutter-Gottes-der-Schmerzen-Wallfahrtskirche ein Lazaristenkloster. Die Marienkirche an diesem Ort wurde 1392 erstmals in schriftlichen Quellen erwähnt. Unter dem Namen Unsere liebe Frau vom Karst wurde die Kirche im 18. Jahrhundert mehrmals grundlegend renoviert. Das heutige Kirchengebäude wurde ursprünglich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Kirche zerstört, weshalb in den Jahren 1924 bis 1927 eine vollkommen neue Kirche errichtet wurde. Auch während des Zweiten Weltkriegs blieb sie nicht von starken Beschädigungen verschont. Die letzte größere Erneuerung der Kirche begann 1958. Seither zieren Fresken und Statuen von Tone Kralj das gesamte Kircheninnere.

Die Lazaristen kamen schon im Jahr 1913 auf die Burg Miren. Seither sorgen sie für die Kirche, machten aus der Burg Miren einen beliebten Wallfahrtsort und leiten heute vielbeachtete gesellschaftliche Projekte.

Informationen
www.mirenski-grad.si