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Kirchen

Kostbares Kunsterbe

Über tausend Jahre haben Architekten, Steinhauer und Maler in den zahlreichen Kirchen des Vipava-Tals ein einzigartiges und äußerst vielfältiges Kunsterbe geschaffen, das heute die Besucher zum Staunen bringt. Archäologische Funde zeugen davon, dass schon im 9. Jahrhundert Kirchen im Vipava-Tal gebaut wurden. Die meisten der ursprünglichen Anlagen der heutigen Kirchen entstanden allerdings im 15. Jahrhundert. Auch später, vor allem im 17. und 18. Jahrhundert, wurden noch einige Kirchen erbaut und viele wurden in diesen beiden Jahrhunderten generalsaniert. In dieser Zeit ‒ von der Romantik und Gotik bis in die Moderne – entstanden in den Sakralbauten des Vipava-Tals kostbare Kunstwerke. Besonders unter den Malereien finden sich einige äußerst beeindruckende Werke, die zu den schönsten sakralen Kunstwerken in Slowenien zählen.

Die Basilika auf dem Berg Sveta Gora

Die imposante Basilika des großen Wallfahrtszentrums auf dem Berg Sveta Gora (dt.: heiliger Berg) bei Nova Gorica ist ein kostbares kulturhistorisches Denkmal. An diesem Ort, an dem schon im 14. Jahrhundert eine Kirche stand und im Jahr 1539 Maria dem Hirtenmädchen Urška Ferligoj erschienen sein soll, wurde bald darauf eine Wallfahrtskirche errichtet. Aus dieser Zeit sind eine spätgotische Statue der Muttergottes mit Jesus und das berühmte Gemälde der Königin von Sveta Gora, ein Werk eines Venezianischen Malers, erhalten geblieben. Die Basilika wurde im Ersten Weltkrieg vollkommen zerstört. Das heutige Gebäude der Basilika wurde in den Jahren 1924 bis 1928 im neobarocken Stil erbaut. Neben dem berühmten Marienbildnis können die Besucher auch die kunstvoll geschnitzte Decke, den Kreuzweg, die bunten Bleiglasfenster und den markanten hohen Turm mit den mächtigen Glocken bestaunen. 

Informationen: Tourismusinformationszentrum Nova Gorica in www.svetagora.si

Die Wallfahrtskirche Maria Trost in Log

Die große Marien-Wallfahrtskirche in Log, an der Straße zwischen Vipava und Ajdovščina, wurde schon 1320 erstmals in schriftlichen Quellen erwähnt. Das ursprüngliche mittelalterliche Gebäude wurde mehrmals umgebaut und im 18. Jahrhundert zum heutigen Umfang mit drei Kirchenschiffen erweitert. Die Fresken an den Wänden und dem Gewölbe des Presbyteriums wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von Franz Kurz zum Thurn und Goldenstein gemalt. Der mächtige Marmoraltar entstand in zwei Phasen und wurde in seiner endgültigen Form vom venezianischen Bildhauer Geraldoni gestaltet. Das Bild von Maria mit Jesus aus dem Jahr 1861 ist ein Werk von Mihael Stroj. In der Kirche befindet sich eine prächtige Orgel, weshalb in dieser Kirche von Zeit zu Zeit Konzerte gegeben werden.

Informationen und geführte Besichtigungen: Tourismusinformationszentrum Vipava

St. Stephanskirche in Vipava

Das beeindruckende Gebäude der Kirche wurde ursprünglich Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet, aber schon im folgenden Jahrhundert komplett umgebaut. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche erweitert, in dieser Zeit erhielt sie auch ihren markanten Glockenturm, der noch heute zu bewundern ist. Die Kirche ist für ihre besonders beeindruckenden Fresken bekannt. Das Chorgewölbe wurde in den Jahren 1737 und 1738 vom bekannten Krainer Maler Franc Jelovšek bemalt und die Wände in den Jahren 1876 und 1877 von Janez Wolf verziert. Die Kirche schmücken auch ein klassizistischer Altar aus weißem Marmor, der das Werk des Bildhauers Giambattista Zipperla aus Gorica (Gorizia) ist, sowie Gemälde verschiedener Künstler aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Informationen und geführte Besichtigungen: Tourismusinformationszentrum Vipava

Die Kirche St. Primus und Felizian in Vrhpolje

Das Winzerdorf Vrhpolje erhielt während der wirtschaftlichen Blütezeit gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine ganz neue Kirche. Aus der älteren Kirche Hl. Kreuz, die noch heute erhalten ist, wurde damals auch die Weihe an die Heiligen Primus und Felizian übertragen. Während ihrer Entstehungszeit war die Kirche ein großes Bauunterfangen für die Gemeinde und die gesamte Diözese. Große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erhielt die Kirche in Vrhpolje im Jahr 2013, als sie komplett renoviert wurde. Pater Marko Ivan Rupnik schmückte die Kirche mit einem überwältigenden Mosaik. Das Kunstwerk, das eine Reihe biblischer Szenen darstellt, schafft eine beeindruckende künstlerische und spirituelle Atmosphäre, die zahlreiche Besucher anlockt.

Informationen und geführte Besichtigungen: Tourismusinformationszentrum Vipava

Die Kirche Johannes des Täufers in Ajdovščina

Die Kirche, die wahrscheinlich schon seit der späten Antike auf dem Gelände eines verlassenen römischen Friedhofs steht, wird 1507 erstmals in schriftlichen Quellen erwähnt. Als sie Mitte des 18. Jahrhunderts umgebaut wurde, erhielt sie ihr neues Erscheinungsbild vom berühmten Krainer Maler Anton Cebej, der in Šturje geboren wurde, einem Stadtteil von Ajdovščina am linken Ufer des Hubelj. Um das Jahr 1769 malte Anton Cebej drei Fresken an die Decke, danach gestaltete er einen Kreuzweg, der sein größtes Werk in dieser Kirche darstellt. Das Kunstwerk, das zu den ältesten und bekanntesten barocken Kreuzwegen in Slowenien gehört, wurde in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sorgfältig restauriert. 

Informationen und geführte Besichtigungen: Tourismusinformationszentrum Ajdovščina

St. Peterskirche in Dobravlje

Beim Dorf Dobravlje steht die St. Peterskirche, ein von außen typisch gotisches Bauwerk, das im Inneren ein wahres kleines Museum des Barockmalers Anton Cebej beherbergt. Beim Eintreten in die Kirche überrascht der Blick auf den opulenten Barockaltar mit den Gemälden von Cebej. Hinter dem Marmoraltar bemalte Anton Cebej den Altaraufsatz und bereicherte damit den Chorraum. Neben den atemberaubenden Deckenmalereien sind auch die beiden Altarbilder von Cebej besonders faszinierend. Ein wahres Schmuckstück ist das Bild der Heiligen Johannes und Paul, dessen Hintergrund den ersten Blick auf die Landschaft des Vipava-Tals mit dem Dorf Vipavski Križ dargestellt.

Informationen und geführte Besichtigungen: Tourismusinformationszentrum Ajdovščina

Die Konkathedrale von Christus dem Erlöser in Nova Gorica

Die modern gestaltete Pfarrkirche von Christus dem Erlöser in Nova Gorica wurde im Jahr 1982 nach den Plänen des Architekten Franc Kvaternik fertiggestellt. Den Kreuzweg und die mehr als fünf Meter hohe Skulptur von Christus dem Erlöser schuf der Bildhauer Stane Jarm im modernen expressionistischen Stil. Jarm ist gleichzeitig Autor der Skulptur der Muttergottes mit dem Kinde in der Seitenkapelle. Im Jahr 2004 wurde die Kirche zur ersten Konkathedrale in Slowenien erhoben, also zu einer mit der Hauptkirche gleichberechtigten Kirche in der Diözese. 

Informationen: Tourismusinformationszentrum Nova Gorica