Informationen Thema des Monats Wetter Events
Top-Erlebnisse
x

Flüsse und Quellen

Klares Wasser im Vipava-Tal

Das Wasser ist eine der größten Kostbarkeiten des Vipava-Tals. In den Fluss Vipava, nach dem das Tal benannt wurde, münden unzählige Bäche, die in den Hängen der Karsthochebene und den umliegenden Bergen entspringen. Im Vipava-Tal verfügt fast jedes Dorf über seine eigene Trinkwasserquelle. Das Wasser ist sauber und klar, denn es sprudelt aus den Tiefen der unbesiedelten, beinahe urzeitlichen Hochebenen. Im Tal ist das Wasser sehr geschätzt und wird sorgfältig vor jeglicher Verschmutzung bewahrt. Besonders gut geschützt sind alle Hauptquellen, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit bedeutende Natursehenswürdigkeiten sind. Die kleineren Bäche prägen das freundliche, fast schon idyllische Landschaftsbild des Vipava-Tals.

Der Fluss Vipava

Die Quelle des Flusses Vipava ist eine Natursehenswürdigkeit und eine besondere Seltenheit. In der Stadt Vipava, unter den steilen Hängen des Nanos-Karsthochlands, entspringt der Fluss aus mehreren Quellen und ergießt sich in Form eines umgekehrten Deltas in sein Flussbett. Diese Quellenform ist nirgendwo anders in Europa anzutreffen. Die Kleinstadt Vipava ist komplett von Karstquellen und Bachbetten durchzogen, weshalb zahlreiche Brücken angelegt wurden, denen die Stadt ihren Beinamen „slowenisches Venedig“ verdankt. Schon bald nach der Vereinigung aller Quellen zu einem Strom fließen der Bach Močilnik, der Sturzbach Bela und in der Nähe von Ajdovščina noch der bekannte und nach heftigen Niederschlägen das meiste Wasser führende Hubelj in den Fluss Vipava. Der größte Zufluss im Unterlauf des Flusses Vipava ist der Bach Branica, der aus den Karsthängen gespeist wird. Beim Dorf Miren verlässt der Fluss Vipava Slowenien und mündet in Italien schon bald in den Fluss Isonzo. Trotz des Zuflusses vieler Sturzbäche strömt der Fluss Vipava langsam und formte in seinem gemächlichen Unterlauf zahlreiche herrlich anzusehende Windungen. Am Fluss gab es einst viele Mühlen. Am besten erhalten ist heute die Mühle Pekel in der Nähe von Dornberk.

Besonderen Ruhm erlangte der Fluss Vipava unter den Anglern, denn sein klares Wasser ist Lebensraum zahlreicher Fischarten, unter anderem ist hier auch die bekannte Marmorataforelle zuhause. An den leicht zugänglichen Ufern, die häufig mit Weiden bewachsen sind, winden sich viele Pfade, die Spaziergänger, Wanderer und auch Radfahrer anziehen.

Informationen

Der Fluss Hubelj

Der Fluss Hubelj, der unter dem Felsvorhang über Ajdovščina entspringt, ist ein ungestümer Fluss. Wenn es einige Tage nacheinander geregnet hat, strömen aus den beiden unterirdischen Höhlen riesige Wassermengen hervor. An der Quelle des Hubelj herrscht dann ein lautes Getöse und das Wasser spritzt nach allen Seiten. Dieses außergewöhnliche Phänomen lockt immer viele Besucher an. Im Oberlauf ist das Flussbett des Hubelj sehr malerisch, denn es windet sich in einigen Bereichen durch eine Schlucht mit vielen Felsen und Gumpen. Entlang des Flussbetts führt ein Abschnitt des spannenden Naturlehrpfades, der aus der Stadt bis zur Quelle führt. Der Hubelj mündet nur einige Kilometer weiter auf einem Feld bei Ajdovščina in den Fluss Vipava.

Das Wasser des Hubelj ist ausgesprochen sauber, weshalb es schon seit mehreren Jahrhunderten die größte Trinkwasserquelle im Vipava-Tal darstellt. Die Kraft des Hubelj wurde aber auch schon sehr viel früher genutzt. Dank des starken Strömungsflusses entwickelte sich die Industrie hier schon im 16. Jahrhundert. Die faszinierendsten Zeugen des Industrieerbes sind die restaurierten Überreste der Eisenhütte in der Nähe der Hubelj-Quelle.

Informationen
TIC Ajdovščina, T: +386 5 365 91 40, ajdovscina@vipavskadolina.si

Ein Unikum des Karsts

Dort, wo Gesteine verschiedener geologischer Welten aufeinandertreffen, dort, wo sich die Hochebenen und Täler des Vipava-Tals berühren, dort entstanden ganz einzigartige Quellen. Neben den Karstquellen der Flüsse Vipava und Hubelj ist die wahrscheinlich faszinierendste die Quelle des Bachs Lijak, die zwar den größten Teil des Jahres ausgetrocknet ist, aber bei Niederschlägen mit einem tosenden Wasserstrom überrascht. Über der Quelle des Lijak befindet sich der bekannte Startplatz für Gleitschirm- und Drachenflieger.

Eine ebensolche Perle des Karstes ist die Schlucht Bela, die das Karsthochland Nanos und das Hochland Trnovo voneinander trennt. Der Sturzbach Bela höhlte in seinem Oberlauf traumhafte Gumpen in das Flussbett. Die hohen Felswände über dem malerischen Bach sind heute ein beliebtes Klettergebiet.

Im Vipava-Tal findet man Quellen manchmal auch an Orten, an denen man sie am wenigsten erwartet hätte. Einer dieser Orte ist das Dorf Erzelj, das sich auf einem Hügel hoch über dem Tal erhebt und mit seinen zahlreichen kleinen, nicht austrocknenden und für das Dorf so kostbaren Quellen rühmen kann. Die Quellen sind heute mit einem informativen Wanderweg miteinander verbunden.