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Natursehenswürdigkeiten

Naturschutzgebiete im Trnovo-Wald

Der Trnovo-Wald ist als nordöstlichster Ausläufer des Dinarischen Gebirges eine Karstlandschaft mit abwechslungsreichem Gelände, Gipfeln, Einschnitten, Höhlen, Schluchten und den typischen Karsterscheinungen. Der höchste Berg Mali Golak ist mit seinen 1495 m auch der höchste Gipfel über dem Vipava-Tal. Diese geologisch äußerst interessante Landschaft, der herrliche Wald und die kahlen Gipfel sind ein attraktives Ausflugsziel für zahlreiche Wanderer und Radfahrer. Im Trnovo-Wald befinden sich auch zwei Naturschutzgebiete.

Das Naturschutzgebiet Golaki und Smrekova draga umfasst den Bereich der kahlen Gipfel, wo auch geschützte Pflanzen und zahlreiche Wildtiere einen Lebensraum finden. Besonders interessant ist die Karstdoline Smrekova draga, ein typisches Beispiel eines Frostlochs mit Klima- und Vegetationsinversion.

Im Naturschutzgebiet Paradana befindet sich die große Eishöhle, die weltweit für ihre klassische Vegetationsinversion bekannt ist. In der Höhle befinden sich riesige Mengen ewiges Eis, das früher in den Städten verkauft und mit Schiffen sogar bis nach Ägypten transportiert wurde.

Das Naturdenkmal Smrečje ist ein weiteres faszinierendes Frostloch mit Vegetations- und Temperaturinversion. Das Naturschutzgebiet wird den natürlichen Prozessen überlassen und bleibt vollkommen unberührt vom Menschen.

Informationen
Tourismusinformationszentrum Ajdovščina und Tourismusinformationszentrum Nova Gorica

Naturwunder auf der Hochebene Gora

Der östliche Teil des Trnovo-Hochlandes, der von den Einheimischen Gora genannt wird, ist eine idyllische, von Trockenmauern durchzogene Landschaft, mit denen man einst die Grundstücke voneinander abgrenzte. Am Rand der Hochebene Gora, von wo sich ein herrlicher Blick auf das Vipava-Tal bis hin zum Meer bietet, sind zahlreiche Wanderwege angelegt, die auch zu den Schutzgebieten und den berühmten Natursehenswürdigkeiten führen.

Das Felsenfenster von Otlica ist eine Naturbrücke in der Nähe des Dorfes Otlica, das bei einer gewaltigen tektonischen Verschiebung entstanden ist. Die Felsöffnung, die 12 m hoch ist und im breitesten Bereich 7 m misst, bildete sich durch Verwitterung und Erosion der Felsen. Das Felsenfenster von Otlica ist ein beliebtes Wanderziel, das mit einem außergewöhnlichen Blick durch die Öffnung auf das Tal belohnt.

Die Legende besagt, dass das Fenster im Felsen entstand, als der Teufel sich eine zu schwere Last aufbürdete und stürzte. Dabei bohrte sich sein Horn in den Felsen und hinterließ dieses Loch.

In der Umgebung des Dorfes Kovk wurden zwei Naturschutzgebiete eingerichtet. In den unteren Kalkschichten aus dem Jura findet man Vorkommen schön ausgebildeter, versteinerter Hydrozoen. Viele Besucher sind auch von den außergewöhnlichen, tiefen Karren direkt an der Straße begeistert, die in den dicken Ablagerungen des unteren Jurakalks entstanden sind und ein typisches Beispiele eines Karst-Mikroreliefs darstellen.

Informationen
Tourismusinformationszentrum Ajdovščina

Quellen

Starke geologische Verschiebungen, die das heutige Relief des Vipava-Tals formten, schufen ein seltenes Zusammentreffen von Gesteinsarten mit unterschiedlicher Durchlässigkeit, was man heute in Form der wasserreichen und sehr ungewöhnlichen Quellen bewundern kann.

Der Fluss Vipava hat nicht nur eine Quelle, sondern entspringt in einem verzweigten Quellensystem. Sieben dauerhaft und mindestens genauso viele zeitweise fließende Quellen bilden die berühmte Quelle in Deltaform, die in ganz Europa einzigartig ist. Die malerischen, sauberes Trinkwasser führenden Karstquellen befinden sich am Felshang der Stadt Vipava und verleihen dem Ort sein einzigartiges Erscheinungsbild.

Der Fluss Hubelj entspringt unter den steilen Wänden des Trnovo-Hochlands über der Stadt Ajdovščina. Bei Hochwasser ist der Anblick der nur nach besonders großen Niederschlagsmengen schüttenden Quelle des Hubelj geradezu überwältigend. Auch der 50 m hohe Wasserfall der am höchsten liegenden Quelle fängt im wahrsten Sinne des Wortes an zu tosen, wenn die riesigen Wassermengen durch das pittoreske Flussbett donnern.

Der Bach Lijak ist bekannt für die ungewöhnliche Dynamik seiner Quelle, die nur nach extrem starken Niederschlägen auf dem Trnovo-Hochland fließt. Das Bachbett ist den größten Teil des Jahres über trocken. Die intermittierende Quelle ist ein besonderes Naturphänomen.

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Landschaftsschutzgebiet Nanos

Das Vipava-Tal wird am oberen Ende vom Nanos-Karsthochland umschlossen, das mit seinen Steilwänden den charakteristischen Rand des Tales bildet. Das Gelände des weitläufigen, 12 km langen und bis zum 6 km breiten Hochlandes ist mit seinen charakteristischen Tälern, Dolinen und Kuppenbergen sehr abwechslungsreich, wie es für den Karst typisch ist. Der höchste Berg ist der 1313 m hohe Suhi vrh. Dank der vielen gut gepflegten Wanderwege ist der Berg Nanos eines der beliebtesten Wanderziele in Slowenien. In den letzten Jahren kommen neben den Wanderern auch immer mehr Bergradfahrer hierher. Die Bereiche der südlichen und westlichen Hänge des Nanos-Karsthochlandes wurden aufgrund ihrer zahlreichen botanischen Besonderheiten und der unberührten Natur zum Landschaftspark erklärt.

Informationen
Tourismusinformationszentrum Vipava

Die Südhänge des Trnovo-Waldes

Das gesamte Gebiet um die Südhänge des Trnovo-Waldes – vom Bach Lijak über Črniče bis zum Dorf Stomaž – ist ein Naturschutzgebiet. An den steilen Wänden findet man interessante geomorphologische und klimatische Besonderheiten. Die Landschaft bietet aber auch Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Außerdem wurden hier faszinierende Tierfossilien gefunden.

Die bedeutendste Natursehenswürdigkeit dieses Gebiets ist Skozno, eine Naturbrücke über dem Bach Lijak, am Steilhang des Trnovo-Waldes, von wo sich ein wunderbarer Blick auf das Vipava-Tal und Friaul bietet. Die Felsbrücke entstand zusammen mit der kurzen Höhle unter der Felswand, an der ein Rundweg angelegt wurde. Beim Dorf Črniče lohnt sich ein Besuch der tiefen Schlucht mit steilen und überhängenden Felswänden, die der Bach Konjščak in die Felsen gegraben hat.

Informationen
Tourismusinformationszentrum Nova Gorica und Tourismusinformationszentrum Ajdovščina

Fossilien

Dort, wo heute das Vipava-Tal liegt, wogte im Tertiär das Urmeer. An den Hängen und auf den Hügeln des Tals überwiegen daher tertiäres Sedimentgestein, Flysch, Sandstein und Kalkstein. Auf den höher gelegenen Hochebenen findet man vor allem ältere Gesteine und auch viele Fossilien, die vom Leben in der Urzeit der Erdgeschichte zeugen. Auf die Fossilien trifft man überall, im Tal und auf den Hochebenen. Die schönsten versteinerten Korallen und Muscheln, von denen einige in dieser Gegend zum ersten Mal entdeckt wurden, sowie zahlreiche Raritäten, wie etwa der versteinerte Teil eines Haizahns, werden in der einzigartigen Fossiliensammlung von Stanislav Bačar ausgestellt, die im Museum in Ajdovščina besichtigt werden kann.

Informacije
Tourismusinformationszentrum Ajdovščina