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Industrieerbe

Faszinierende Spuren der technischen Kultur

Die vielen Quellen im Vipava-Tal ermöglichten eine frühe Entwicklung industrieller Fabriken. Die älteste wasserbetriebene Säge in Slowenien, die im Jahr 1477 erstmals schriftlich erwähnt wurde, befand sich in Manče am Bach Močilnik, einem Zufluss des Flusses Vipava. Die zahlreichen Mühlen am Fluss Vipava, die Eisenverhüttung am Fluss Hubelj und die frühe Blüte der Industrie waren bedeutende Meilensteine des Lebens im Tal und bereicherten es mit der technischen Kultur, die bis heute eine wesentliche Eigenschaft des Vipava-Tals geblieben ist.

Eisenhütten am Fluss Hubelj

Im Jahr 1561 erteilte Kaiser Ferdinand eine Genehmigung für den Bau von Eisenhütten entlang des Flusses Hubelj, die später einen Wendepunkt in der Geschichte des Tales darstellte. Am Fluss entwickelte sich nicht nur eine erfolgreiche Eisenverhüttung, in den folgenden Jahrzehnten siedelten sich hier auch zahlreiche andere Industriewerke an. Neben den Öfen und Hochöfen entstanden am Fluss Hubelj Schmieden, Gießereien, Kupferwalzwerke, Mühlen und Sägen. Die Eisenverhüttung wurde bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein betrieben. Die heute renovierten Hochöfen und die Überreste der ehemaligen Gebäude in der Nähe der Quelle des Hubelj ziehen zahlreiche Besucher an, die von lokalen Fremdenführern viel Interessantes über die Entwicklung der Industrie am Hubelj erfahren können.

Informationen und geführte Besichtigungen: Tourismusinformationszentrum Ajdovščina

Mühlen im Vipava-Tal

Grundbesitzer erbauten schon im Mittelalter erste Mühlen am Fluss Vipava und seinen Zuflüssen. Die ersten schriftlichen Erwähnungen reichen bis ins späte 15. Jahrhundert zurück. Von den vielen Mühlen ist aber leider nicht viel übrig geblieben. Am klaren Wasser, das heute hauptsächlich Angler anzieht, findet man nur noch hier und da sichtbare Überreste der ehemaligen Mühlen. Einige Gebäude sind allerdings erhalten geblieben und zeugen von der bedeutenden Mühlentradition im Vipava-Tal.

Einen Besuch wert sind diese interessanten Mühlen:

Ein ganz besonderer Platz unter den Mühlen im Vipava-Tal gebührt der Jochmann-Mühle in Ajdovščina. Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Wenzel Jochmann am Fluss Hubelj eine große Walzenmühle, die zur damaligen Zeit eine der größten und modernsten in Österreich-Ungarn war. Die Überreste dieses Gebäudes sind noch heute sichtbar und stehen am Anfang eines spannenden Themenwegs zu den Spuren des Industrieerbes in Ajdovščina. Aus dieser Mühle entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg das heutige Unternehmen Mlinotest, das unter anderem die beliebtesten slowenischen Nudeln herstellt.

Informationen und geführte Besichtigungen: Tourismusinformationszentrum Ajdovščina

Blütezeit der Industrie

Da im Vipava-Tal bedeutende Verkehrswege verlaufen, war es schon immer offen für jegliche Art der Entwicklung, auch für die industrielle Entwicklung. Die erste richtige Fabrik ‒ ein Seide verarbeitetes Werk ‒ wurde in der Nähe von Gorica (Gorizia) schon Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Im 19. Jahrhundert entstand in Ajdovščina am Oberlauf des Hubelj ein beeindruckender Industriekomplex namens Pale. Hier befanden sich neben einem Eisen- und Kupferwerk auch eine Tuchmacherei, Färberei, Papierfabrik, Brauerei, Konservenfabrik, eine Fabrik, die elektrische Anlagen herstellte sowie drei Kraftwerke. Das technische Wissen verhalf dem Tal nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer schnellen industriellen Entwicklung. In Ajdovščina und Nova Gorica wurden einige größere und sehr erfolgreiche Werke erbaut, die den Mittelpunkt der Wirtschaft im Tal darstellten. Die ländlichen Gebiete blieben auf diese Weise über viele Jahrzehnte unverändert, mit vielen kleinen Bauernhöfen, die von den Menschen neben ihrer Arbeit in den Fabriken bewirtschaftet wurden.

Das echte Landleben ist heute von unschätzbarem Wert und die Menschen hier sorgen mit all ihrer Liebe dafür, dass es auch so bleibt.

Der Stolz des Vipava-Tals

Die Offenheit des Vipava-Tals zeigt sich auch in der Offenheit seines Geistes. Die natürlichen Gegebenheiten, die Überlieferungen unzähliger Generationen und die kreative Kultur verflechten sich miteinander und bringen ganz neue Ideen hervor. Das blühende, grüne und sonnige Tal ist der Garten Sloweniens, das Tal der erstklassigen Weine und der leckeren Früchte, gleichzeitig aber auch ein inspirierendes Umfeld für jegliche Art des Schaffens.

Zuhause im Vipava-Tal:

  • Fructal – erstklassige Fruchtsäfte, unter anderem Saft aus den Pfirsichen des Vipava-Tals, und Erzeugnisse aus den Früchten der Natur www.fructal.si
  • Pipistrel – der weltweit führende Hersteller von Ultraleicht-Motorseglern und Segelflugzeugen mit Hilfsmotor - www.pipistrel.si